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Wallfahrtsbericht 2015

Bericht über die Wallfahrt nach Walldürn 2015

„Damit-WIR- das Leben haben“- unter diesem Leitwort steht die diesjährige Wallfahrt nach Walldürn. Auch der Bad Mergentheimer Wallfahrtsverein führte traditionell am dritten Samstag nach Fronleichnam seine Fußwallfahrt zum Heiligen Blut durch. Eine zentrale Rolle an diesen beiden Tagen der Pilgerschaft nehmen das gemeinsame Beten und Singen ein. Die Andachten, Rosenkränze, Litaneien und auch die Phasen der Stille während des Laufens, geben den Teilnehmern die innere Ruhe,  die einen Ausgleich und den Abstand zum oftmals hektischen Alltags- und Berufsleben schafft. Jeder Teilnehmer an dieser Fußwallfahrt erlebt diese Tage anders. Für jeden gibt es, neben der Ankunft in Walldürn, ganz besondere Höhepunkte auf dieser Pilgerreise, die für ihn intensiv wirken und einen ganz individuellen Bezug darstellen. Einer dieser Höhepunkte ist für viele, besonders auch für die älteren Wallfahrer, die den beschwerlichen Fußweg aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr mitgehen können, die Pilgermesse am Freitagabend. Dekan Ulrich Skobowsky zelebrierte zusammen mit dem langjährigen Wallfahrtsgeistlichen Pater Hermann-Josef Hubka den Gottesdienst. Mit dem Fußfall als Kyrie und der Blutslitanei als Fürbittgesang rückte er zwei wichtige Elemente der Fußwallfahrt in den Blickpunkt. In seiner wunderbaren Predigt gab er den Pilgern viele gute Gedanken mit auf den Weg.


Um zwei Uhr in der Nacht machten sich 146 Pilger mit ihrem Pilgerführer Alois Baumann auf den Weg zum Gnadenaltar. Mit Regenjacke und -schirm gewappnet gegen die gemeldeten Schauer, ging es flott wie immer den Drillberg hinauf. Strammes Schreiten, intensives Beten und Singen verjagte schnell die Müdigkeit aus den Gliedern und pünktlich um halb sechs zog man in die Kirche in Kupprichhausen ein. Der geistigen Stärkung durch den ersten sakramentalen Segen des Tages, folgte die leibliche in Form von Kaffee und Hefezopf, den die Kupprichhausener Frauengemeinschaft bereithielt.
Beim Weiterwallen in den erwachenden Morgen sah man nun, dass sich zur Freude aller, doch auch etliche „Erstwallfahrer“ unter den Pilgern befanden. Bei der zweiten Rast in Gerichtstetten spielte die Wallfahrtskapelle unter der Leitung von Roswitha Strobl etliche Polkas und frohen Mutes ging es auf die letzte Etappe. Kurz vor Walldürn am Bildstock des Wallfahrtsvereines wurden die Wallfahrer nach dem Kniefall von den Familien Mackert und Englert aufs freundlichste mit Kuchen, Obst und Getränken bewirtet. So gestärkt erreichte man das Ziel der Wallfahrt und mit dem Lied „Heiliges Blut sei uns gegrüßet“ zog man feierlich in die Basilika ein. So mancher musste sich beim sakramentalen Segen ein Lachen verkneifen, als der das Weihrauchfass schwenkende Ministrant, zu viel Kraft in den Schwung legte und das ganze Gefäß im hohen Bogen davonflog.

 

Die Pilgermesse am Sonntagmorgen um fünf Uhr, zu der auch viele Mergentheimer mit Bus und Auto gekommen waren, wurde von Dekan Skobowsky, der selbst die Wallfahrt als Fußpilger begleitete und Pater Hermann-Josef Hubka zelebriert. In den Fürbitten wurde der verstorbenen Mitglieder des Wallfahrtsvereines gedacht, besonders dem vor kurzem verstorbenen langjährigen Leiter der Wallfahrtskapelle Hans Strobl. Nach dem Gottesdienst konnte der Wallfahrtsleiter Pater Josef Pregula folgende Pilger ehren: Für 10 Jahre Fußwallfahrt Hildegard Bauer und Susanne Bauer aus Stuppach, Michael Mittnacht aus Wachbach; für 20 Jahre Herbert Stindl aus Unterbalbach, für 25 Jahre: Monika Lanig aus Bieberehren, für 30 Jahre Wallfahrtsmusiker Martin Neckermann aus Bad Mergentheim.

Ehrungen 2015Ehrungen 2015

Um acht Uhr zogen 212 Wallfahrer aus der Basilika aus, um sich auf den Rückweg zu machen. An der Eisenbahnbrücke verabschiedeten sich viele Freunde und Bekannte und 140 Pilger machten sich auf den Weg zurück nach Bad Mergentheim. Das Leitwort der Wallfahrt wurde den Pilgern auf dem Wegstück zwischen Buch und Kupprichhausen von Jugendlichen mit meditativen Texten und modernen Liedern nähergebracht. Die Wallfahrtskapelle verstand es unterwegs bestens, die müden Beine der Pilger durch das munter gespielte Frankenlied und einige Märsche wieder auf Trab zu bringen. Hatte Petrus die ganze Zeit ein Einsehen gehabt, so öffnete der Himmel zum guten Schluss dann doch seine Schleusen. Beeindruckend war, wie die Pilger durch das Tor zweier Regenbogen die Höhen von Bad Mergentheim erreichten. Im strömenden Regen, was der Freude keinen Abbruch tat, zog die Pilgerschar den Drillberg hinunter um im Münster aus der Hand Pater Basils den eucharistischen Segen zu empfangen. Mit einem von Herzen kommenden, aus voller Brust gesungenen „Halleluja“ fand die Fußwallfahrt 2015 ein Ende, jedoch nicht ohne den Wunsch: wir sehen uns am 11./12.06.2016 wieder, denn das Wallfahrtsfieber wird uns wieder befallen.

VB (25.06.15)


Eine ganz besondere Ehrung

Eine ganz besondere Ehrung konnte der 1. Vorsitzende des Wallfahrtvereines Bad MergentheimJosef BauerJosef Bauer, Hans Hofmann am Sonntag nach der Pilgermesse in Walldürn vornehmen. Im Jahre 1965 ersuchte der junge Rettungssanitäter Josef Bauer um ein freies Wochenende, um an der Fußwallfahrt nach Walldürn teilzunehmen. Da der vorgesehene Fahrer des Rotkreuz-Begleitfahrzeuges kurzfristig ausfiel, hatte man in ihm, der mit der Wallfahrt von Kindesbeinen an vertraut war, schnell einen geeigneten Ersatz gefunden, der diesen Dienst tadellos versah. Im Jahr 2015 jährt sich nun zum 50. Mal sein ehrenamtlicher Einsatz als Fahrer des Begleitfahrzeuges. Der „Bauers Sepp“ mit seiner stets freundlichen, wohlwollenden Art ist bei allen Wallfahrern als der Mann für alle Fälle überaus beliebt und bekannt. Er fährt mit dem Rotkreuz-LKW als Sicherungsfahrzeug (mit seiner Frau Maria als Beifahrerin) zwei Tage lang den Pilgern im Schritttempo hinterher, immer darauf bedacht keinen der Waller aus den Augen zu verlieren. Er sammelt Erschöpfte auf, nimmt Jacken und Regenschirme unter seine Obhut, gibt an den Pausen Getränke für die Durstenden aus und auf seinem LKW werden kleine Wallfahrtsblessuren fachmännisch behandelt. Josef Bauer, der Mann vom alten Schlag, hat stets ein aufmunterndes, wenn es nötig ist auch ein deutliches Wort parat. Viele Jahre machte er den Wallfahrtsweg ein zweites Mal zu Fuß am Wochenende nach der Mergentheimer Wallfahrt mit dem Löffelstelzer Wallfahrtsverein.  Als Urgestein der „Merchedohler Wallfahrt“ sind ihm der Wallfahrtsverein und die Wallfahrer zu großem Dank verpflichtet. Hans Hofmann überreichte ihm ein Präsent und wünschte ihm noch viele segensreiche Wallfahrten.

VB (25.06.15)